ROCKWELLE® bezeichnet die Wolframcarbid-Beschichtung, die wir im thermischen Spritzverfahren auf Riffelwalzen auftragen. Der Name leitet sich von der Skala ab, auf der die Härte gemessen wird. Die Marke ist eingetragen. Die aktuelle Ausführung führen wir als ROCKWELLE® 4.0.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Werkstoff | Wolframcarbid (Hartmetall) |
| Weitere Werkstoffe der Anlage | Chromcarbid, Eisen-Legierungen und Stähle |
| Auftragsverfahren | HVOF, Hochgeschwindigkeitsflammspritzen |
| Max. Abmessung | ø 620 × 5.000 mm |
| Max. Gewicht | 3,5 t |
| Nachbearbeitung | Schleifen, Polieren, Finishen im Haus |
| Entschichtung | eigenes Entschichtungsbad für Wolframcarbid-Schichten |
| Anwendungen | Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Regeneration verschlissener Bauteile, Ausschussrettung und Reparatur, elektrische und thermische Isolation, Lagerschichten, nass-chemischer Angriff |
Beim Hochgeschwindigkeitsflammspritzen wird Wolframcarbid aufgeschmolzen und mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Walzenoberfläche geschleudert, wo es eine feste Schicht bildet. Unsere Anlage arbeitet automatisch. Direkt im Anschluss schleifen, polieren und finishen wir die Oberfläche in denselben Hallen. Kein Transport zu einem Lohnbeschichter, kein Bauteil, das zwei Wochen unterwegs ist.
Unsere Anlage verarbeitet Hartmetalle wie Wolframcarbid und Chromcarbid ebenso wie Eisen-Legierungen und Stähle. Welche Schicht sinnvoll ist, hängt von der Anwendung ab: Verschleißschutz stellt andere Anforderungen als Korrosionsschutz oder eine Lagerschicht. Einfache galvanische Verchromungen vergeben wir extern und polieren die Walzen anschließend selbst nach.
Schicken Sie uns Anlagentyp, Wellenart und die bisherige Beschichtung. Wir sagen Ihnen, welche Schicht in Ihrem Fall sinnvoll ist, und wenn die bisherige genügt, sagen wir das auch.
Wolframcarbid ist eine Verbindung aus Wolfram und Kohlenstoff und einer der härtesten technisch nutzbaren Werkstoffe. In der Oberflächentechnik wird es als Hartmetall zum Verschleißschutz eingesetzt.
Beide Schreibweisen bezeichnen denselben Werkstoff. Fachlich verbreitet sind Wolframcarbid mit C und Wolframkarbid mit K gleichermaßen.
Wir arbeiten hauptsächlich im HVOF-Verfahren, dem Hochgeschwindigkeitsflammspritzen. Das ist ein thermisches Spritzverfahren, bei dem der Zusatzwerkstoff mit besonders hoher Geschwindigkeit aufgetragen wird.
Ja. Wir tragen die alte Schicht elektrolytisch in unserem Entschichtungsbad ab, arbeiten den Grundkörper auf und beschichten neu. Für viele Kunden ist das der gängige Ablauf.
Unsere Anlage nimmt Bauteile bis ø 600 × 5.000 mm und 3,5 t auf. Neben Verschleißschutz sind unter anderem Korrosionsschutz, Regeneration verschlissener Bauteile, Lagerschichten sowie elektrische und thermische Isolation möglich.
Zur Beschichtung kommen immer wieder dieselben Fragen: welcher Werkstoff, welches Verfahren, und was passiert, wenn die Schicht runter ist. Die kurzen Antworten stehen hier.
Die Walzenbeschichtung entscheidet mit darüber, wie lange ein Riffelwalzensatz hält. Als Hartstoffbeschichtung wird Wolframcarbid dort eingesetzt, wo Verschleißschutz im Vordergrund steht. Friese hat dieses Verfahren bei Riffelwalzen eingeführt und trägt die Schicht im thermischen Spritzen selbst auf und bearbeitet die Oberfläche anschließend auf Endmaß, alles am Standort Föritztal.